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Snookerblog

Die Geschichte des Snookerspiels

Die Geschichte des Snookerspiels habe ich auf der Grundlage des Artikels Die Entstehung und Entwicklung des Snookerspiels vom Snookerclub Hagen geschrieben und nachher durch andere Quellen verifiziert.

Der Ursprung

Snooker entstand 1875, hat also 130 Jahre Geschichte hinter sich (Die Angaben differieren, aber eine Quelle nennt sehr präzise Angaben). Der Ursprung für das Billardspiel allgemein liegt im 15. Jahrhundert wahrscheinlich in dem – inzwischen ausgestorbene – „Pall Mali“-Spiel, das von der grünen Wiese in den geschlossenen Raum verlegt wurde. Von diesem Spiel stammen auch Crocket und Golf ab. 1775 wurde das Carambolspiel erstmals namentlich erwähnt.

Die modernen Billardformen wurden Anfang des neunzehnten Jahrhunderts durch die Materialrevolution möglich: 1800 wurde das Queue eingeführt, kurz darauf wurde die Spitze des Queues mit Leder versehen (1807). Auch wurde das Holz durch eine Schieferplatte ersetzt (1827) und die Banden statt mit Baumwolle mit Gummi gefüllt (1835). Zudem wurden die Maße für Tische auf denen man „English Billards“ spielte festgeschrieben.
Der Ball durchlief im Laufe der Billardevolution einige Stadien, wurde zuerst aus Leder, dann aus Metall, Knochen und Elfenbein gefertigt und bestehen heute aus Kunstharz.

Snooker selbst wurde in Indien, genauer gesagt bei den dortigen Offiziersmessen, erfunden. Die übliche Spielweise war damals „Black Pool“, dass mit 15 roten und einer schwarzen Kugel gespielt wurde. „English Billards“ war zu ansprechend für die Soldaten. „Black Pool“ war aber unattraktiv, so dass man das Spiel durch je eine gelbe, grüne und pinkfarbene Kugel erweiterte. Erst mehrere Jahre später wurden die braune und die blaue Kugel hinzugefügt.

Der Name „Snooker“ entstand dabei aus einer Bezeichnung für Frischlinge bei der Armee. Zuerst – im Billardumfeld – verwendet hat den Begriff wohl der englische Offizier Neville Bowses Chemberlain, der einen seiner Mitspieler so betitelte. Der Name war gefunden.

Nach Großbritannien wurde das Spiel von Billardmeister John Roberts importiert, wo es schnell eine große Anhängerschaft fand. 1916 wurden die ersten Amateurweltmeisterschaften ausgetragen. In den Zwanzigern brachte das Snooker seinen ersten Star hervor: Joe Davis, der sein Metier wie kein anderer beherrschte. Sein Nachfolger wurde ab 1946 sein Bruder Fred. Die ersten professionellen Weltmeisterschaften fanden am 26. November 1926 statt, von da an verdienten die Berufsspieler gutes Geld mit ihrem Sport. Das erste gesicherte Maximum-Break gelang dem neuseeländer Murt O’Donoghue 1934.

Nach dem zweiten Weltkrieg gelang es Snooker nicht eine so große Popularität zu erhalten wie zuvor. Durch das Ausbleiben der Sponsoren wurden die Weltmeisterschaften zwischen 1952 und 1964 ausgesetzt.

Der moderne Snooker

Den erneuten Durchbruch erreichte Snooker mit der Einführung des Farbfernsehens 1969. Die Fernsehübertragung der „Embassy World Professional Championchips“ aus dem Crucible Theatre gilt bis heute als das größte jährliche Sportereignis in Großbritannien.

In Deutschland boomt Snooker momentan, was vor allem von den häufigen Fernsehübertragungen gefördert wird.

Bekannte Spieler:

  • Joe Davis (England), 15-mal ungeschlagener Weltmeister zwischen 1927 bis 1946
  • Steve „The Nugget“ Davis (England), 6-facher Weltmeister in den Achzigern
  • Steven Hendry (Schottland), 7-facher Weltmeister in den Neunzigern
  • Alex Higgins (Nordirland), Weltmeister 1972 und 1982
  • Ronnie „The Rocket“ O’Sullivan (England), 2-facher Weltmeister (2004) und Rekordhalter für das schnellste aufgezeichnete Maximum-Break
  • John Pulman (England), dominierender Spieler in den Sechzigern
  • Ray Reardon (Wales), 6-facher Weltmeister in den Siebzigern
  • Dennis Taylor (Nordirland), Weltmeister 1985 und bekannt für das Tragen von großen Billardbrillen
  • Cliff Thorburn (Kanada), einziger nicht-britischer Spieler, der Weltmeister war
  • Bill Werbeniuk (Kanada), bekannt für seinen übermäßigen Alkoholkonsum während den Matches auf Anraten der Ärzte um sein Zittern zu behandeln
  • Jimmy „The Whirlwind“ White, der „Immerzweite“ – er war sechs Mal zweiter bei den Weltmeisterschaften

Snooker in den letzten 2 Jahren

In der Saison 2003/2004 war Ronnie O’Sullivan (England) der erfolgreichste Spieler, er gewann die Welsh Open (9:8 gegen Steve Davis) und die Weltmeisterschaft (18:8 gegen Graeme Dott). Weitere Sieger in der Saison waren Mark Williams (LG Cup, 9:5 gegen John Higgins), Stephen Hendry (British Open, 9:6 gegen Ronnie O’Sullivan), Matthew Stevens (UK Championship, 10:8 gegen Stephen Hendry), Paul Hunter (The Masters, 10:9 gegen Ronnie O’Sullivan), Stephen Maguire (European Open, 9:3 gegen Jimmy White), Peter Ebdon (Irish Masters, 10:7 gegen Paul Hunter) und Jimmy White (Players Championship, 9:7 gegen Paul Hunter).

Auch in der aktuellen Saison kann O’Sullivan seine Erfolgsserie weiterführen, er gewann bisher: Grand Prix (9:5 gegen Ian McCulloch), Welsh Open (9:8 gegen Stephen Hendry), The Masters (10:3 gegen John Higgins) und Irish Masters (Matthew Stevens). Des weiteren gewannen John Higgins (British Open, 9:6 gegen Stephen Maguire), Stephen Maguire (UK Championship, 10:1 gegen David Gray) sowie Stephen Hendry (9:7 gegen Graeme Dott).

Quellen

Hinweis:

Dieser Artikel wurde am 24.05.05 in Erics Weblog veröffentlicht.

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