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Die Anforderungen an den neuen Weltmeister

7 Kommentare

Seit dem überraschenden Aus von Titelverteidiger John Higgins gegen Altmeister Steve Davis steht fest, dass es zum dreizehnten Male in Folge einen neuen Weltmeister geben wird — zuletzt konnte Stephen Hendry 1996 seinen Titel verteidigen.

In den bisherigen Begegnungen zeichneten sich relativ klar einige Kernaspekte des Spiels ab, die bei dieser WM wohl entscheidend sein werden. Möglicherweise wird nun also derjenige den Titel holen, der in eben diesen Aspekten des Spiels am besten zurecht kommt.

  • Long pots: Die langen Einsteiger sind mittlerweile Standard. Fast schon beängstigend ist allerdings, mit welcher Sicherheit einige Spieler diese Bälle mittlerweile spielen. Es ist zudem häufig zu beobachten, dass es kaum zu kompensieren ist, wenn diese Bälle mal nicht kommen.
  • Splits: Einige Spieler klagten in Sheffield über die eher schnellen, rutschigen Tische. Deutlich zu sehen ist, dass die meisten Spieler bei dieser WM Splits merklich vorsichtiger spielen — auch, weil das „Aufbrechen“ des Pulks der Roten normalerweise über Schwarz aus einem Winkel gespielt wird, in dem man besser sachte operiert, was den Splitball ebenfalls (zu) sachte werden lässt. Auch die Splits sind kritische Punkte eines Breaks.
  • Taktisches Spiel: Es gab deutlich mehr taktische Duelle und kleine Breaks als noch im Vorjahr, auch wird das taktische Spiel häufiger als sonst als Maßnahme gewählt, um den Gegner „aus dem Fluss zu nehmen“. Der neue Champion wird tendenziell eher taktisch klug als spektakulär offensiv gewinnen.

Ein klarer Favorit ist bislang nicht in Sicht — neben Higgins ist mit Stephen Maguire, Ryan Day und Marco Fu bereits die Hälfte der Top 8 aus dem Turnier ausgeschieden. Mindestens ein Spieler, der in der laufenden Saison bereits ein Ranglistenturnier gewinnen konnte, wird zudem im Achtelfinale noch auf der Strecke bleiben — Ronnie O’Sullivan oder Mark Williams.

Kommentare (Abonnieren)

Xristjan 26. Apr., 14.50 Uhr

Ein klarer Favorit ist noch nicht in Sicht…aber wie schon im Vorfeld erwartet wurde, ist die untere Hälfte des Tableaus deutlich besser besetzt. Nicht nur Selby, ROS & Williams spielen klasse. Auch Dott und Allen spielen bisher beängstigend gut. Ich lehn’ mich daher mal aus dem Fenster – der Champion wird aus der unteren Hälfte kommen…

RonnieRulez 26. Apr., 19.39 Uhr

Spielt ROS gegen Selby wie gegen Williams, läuft es auf ein Semi ROS gegen Allen hinaus.
Wenn Papa dann in der Halle ist, schießt Ronnie ihn weg, andernfalls wird eng (wie im letzten Jahr) – zwar kann nur ROS gegen ROS gewinnen, aber allen ist zäh und unangenehm.
Der Sieger dieses Semi wird das Turnier gewinnen.

Decider 26. Apr., 20.04 Uhr

Allen wird es sicher nicht so leicht fallen auch gegen Dott ein Breakfestival zu veranstalten. Ich denke sogar, dass Dott es macht, zumindest ins HF. Selby gegen ROS verspricht eigentlich ein 13:11,12 zu werden.

Matthias Mees 27. Apr., 11.58 Uhr

Ich gehe davon aus, dass Allen Dott am Stück verspeist und dass Murphy Carter mit schierem Willen knapp besiegt. Murphy ist mittlerweile sowas wie der „dunkle Reiter“ — vielleicht war er es, der seine Saison auf die WM ausgerichtet hat?

Davis gegen Robertson wird entweder ein sehr zähes Ringen oder eine ganz klare Sache — im ersten Fall gewinnt Davis, im zweiten Robertson. Bei Selby und O’Sullivan könnte man Ähnliches sagen. Hält O’Sullivan die Form, kann ihn allerdings meines Erachtens keiner aufhalten (außer ihm selbst).

Decider 27. Apr., 22.14 Uhr

Ich bin allerschwerstens von Dott begeistert. Wahrscheinlich der beste Dott den man je gesehen hat. Die Spielweise ist wahrlich als offensiv zu bezeichnen, flüssig, riskant, zuweilen trotzdem sehr überlegt und von Erfolg gekrönt (jetzt nach 0:4 zum 7:7 ausgeglichen). Allen jedoch hat auch gezeigt, dass er ein Spitzenspieler ist. Tolles Spiel auf jeden Fall!

Xristjan 29. Apr., 10.40 Uhr

ROS hat sich tatsächlich wieder mal selbst besiegt… Jetzt kann sich Selby gegen Robertson den Titel holen.

Sepp 29. Apr., 18.29 Uhr

So wie ROS die letzten Bälle gespielt wollte er das Spiel einfach nur beenden. Anders kann man sich das nicht erklären. Er war wahrscheinlich frustriert so eine schöne Führung, immerhin 9:5 noch abgegeben zu haben. Nichts destotrotz ist die Leistung von Selby stark einzuschätzen. Aber auch Roberts hatte es gegen Gould nicht leicht. Der führte gleich 11:5. Mal schaun wer am Ende die Nase vorne hat. Interessant wirds in jedem Fall

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