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Snookerblog

Einer von 16

13 Kommentare

Heute beginnt das Achtelfinale der Snooker-WM, 16 Spieler sind übrig von denen nur einer Weltmeister werden kann. Zudem werden zwei Matches aus der ersten Runde zu ende gespielt:
Shaun Murphy hat sich einen 7-Frames-Vorsprung auf Gerard Greene erarbeitet und es müsste schon einen sehr großen Einbruch geben, wenn er diese 8:1-Führung nicht über den Nachmittag retten könnte. Zwischen Stephen Maguire und Stephen Lee steht ebenfalls die zweite Session an, Maguire führt mit 6:3, das ist noch kein sicheres Ruhekissen.

Hier die Tipps fürs Achtelfinale. Eine komplette Sessionübersicht gibt’s bei den Ergebnissen.

John Higgins – Steve Davis

»The Nugget« hat in seinem knappen Match gegen Mark King gezeigt, dass er immer noch den Ehrgeiz und das Können hat im Crucible mitzuspielen. Higgins ist jedoch ein ganz anderes Kaliber, gegen ihn wird Davis kaum eine Chance haben.

Neil Robertson – Martin Gould

Robertson konnte Fergal O’Brian deutlich distanzieren, während sich Gould eher knapp gegen Marco Fu durchsetzen konnte. Ob der Qualifikant bei einem seiner größten Erfolge mit dem Australier mithalten kann muss sich aber zeigen.

Viertelfinaltipp: Higgins – Robertson

Ali Carter – Joe Perry

Der Captain hält trotz Aschewolke das Steuer fest in der Hand. Jamie Cope schaffte es nicht den Finalist des vorletzten Jahres vom Einzug ins Achtelfinale abzuhalten. Perry distanzierte Michael Holt allerdings in gleicher Weise (10:4).

Ding Junhui – Shaun Murphy/Gerard Greene

Ding zeigte ganz einfach das beste Snooker in der ersten Runde, Stuart Pettman entging nur knapp einem Whitewash, 10:1 stand es zum Schluss. Das Ergebnis könnte Murphy gegen Greene auch erreichen, es erwartet uns ein Achtelfinale zwischen den überzeugendsten Spielern der erste Runde, falls es so kommt.

Viertelfinaltipp: Carter – Ding

Stephen Maguire/Stephen Lee – Graeme Dott

Gegen Peter Ebdon konnte der ehemalige Weltmeister Dott überzeugen, doch kann er den Schwung auch ins Achtelfinale einbringen?

Mark Allen – Mark Davis

Allen überzeugte gegen Tom Ford, doch bei ihm ist es noch nicht klar, ob er diese Leistungen auch aufrechterhalten kann. Mark Davis kämpfte Ryan Day nieder, für den Qualifikanten, der raketenartig in den letzten 2 Jahren durch die Weltrangliste schießt, ein großer Erfolg.

Viertelfinaltipp: Maguire – Allen

Mark Selby – Stephen Hendry

Selby zog gegen Ken Doherty ungefährdet ins Achtelfinale ein, die Aufgabe gegen Hendry ist umso größer. Der konnte gegen Anda Zhang einen knappen Sieg für sich verbuchen, hat also bereits ein Erfolgserlebnis hinter sich. Die Frage ist nur: Bringt ihn das ins Viertelfinale?

Mark Williams – Ronnie O’Sullivan

Williams steht als China-Open-Champion auch beim Crucible in der erweiterten Favoritenliste. Gegen Marcus Campbell unterstrich er seine Form. O’Sullivan brach gegen Liang Wenbo vor allem in der zweiten Hälfte des Matches ein, zeigte aber auch sehr gute Leistungen. Ihm fehlt nur im Moment die Konstanz.

Viertelfinaltipp: Hendry – O’Sullivan

Kommentare (Abonnieren)

Matthias Mees 22. Apr., 13.46 Uhr

Im Prinzip d’accord, nur den Tipp Hendry — O’Sullivan finde ich extrem mutig :-)

Hendry hat Zhang im Grunde „nur“ besiegen können, weil er ihn immer wieder mit taktischen Mitteln aus dem Fluss genommen hat — und weil Zhang doch phasenweise merkte, wo und gegen wen er da spielt. Das wird beides gegen Selby nicht viel nützen. Bei O’Sullivan weiss man nie, insofern ist da alles möglich.

Xristjan 22. Apr., 17.22 Uhr

ich tippe auch eher Selby – Williams
Außerdem wird es wohl keine großen Überraschungen geben. M. Davis, Gould und Dott besiegten gesetzte Gegner, die zuletzt stark schwächelten.

Decider 22. Apr., 17.27 Uhr

Hendry schaffts sicher nicht und die Wundertüte Ronnie scheint mir auch zu unkonstant momentan. Deshalb: Selby – Williams

marek 22. Apr., 20.06 Uhr

Ich sage: O’sullivan gegen Selby.
Hendry wird nicht leicht zu knacken sein, aber Selby wird auf die Dauer der Konstantere sein. Und er scheint mir den nötigen Willen zu haben.
Was O’Sullivan betrifft: Ich kann ihn im Moment auch nur sehr schwer einschätzen. Aber Williams liegt ihm – schon einige Jahre her, als er das letzte Mal gegen ihn verloren hat. Und wenn er gegen einen Spieler die nötige Einstellung finden kann, dann gegen Williams. Das trifft auch auf Higgins zu und gegen den hat er zuletzt meistens verloren. Aber waren dies stets Millimeterentscheidungen mit unglücklichem Ausgang für O’Sullivan. Gegen Williams scheint dies eher umgekehrt zu sein, wie das HF beim Masters zeigt. Manchmal hat ein Spieler gegen einen anderen halt einen Lauf.

Aber noch was anderes:
Die Auslosung für die diesjährige WM zeigt doch manche Unzulänglichkeiten im Setzsystem! Wie anders kann es sein, dass bereits im AF O’Sullivan und Williams und Murphy und DIng aufeinander treffen!? Wenn man sich das aktuelle PR anschaut, spielen da die Nummer 2 gegen die Nummer 7 und die aktuelle Nummer 5 gegen die Nummer 8. Dagegen aber Allen, Nummer 10, gegen Davis, Nummer 28. Überhaupt, man schaue sich den Weg von Allen, Carter und Robertson ins Viertelfinale an! Gut, der jeweils gesetzte Spieler ist in der ersten Runde ausgeschieden, außer Perry. Aber beide gesetzen Spieler stünden nach aktuellem PR sowohl hinter ROS, Williams, DIng und Murphy und sind total außer Form. Perry ist im Moment nicht einmal mehr in den Top 16. Es ist ein Problem, dass bei so wenigen Turnieren im Jahr die Leistungen von vor t.w. über zwei Jahren bei der Setzung für die WM einen so großen Einfluss spielen.
Denn mal ehrlich, es gibt eigentlich nur 5 Spieler die die WM wirklich gewinnen können. Das sind die genannten vier plus Higgins. Davon treffen nun bereits vier im AF aufeinander. Das ist ziemlich schade und verzögert den Wettbewerb.
Eine Klammer mache ich noch um Selby und Maguire. Selby hat die mentale Stärke. Maguire das spielerische Vermögen, aber wahrscheinlich fehlt ihm der Glauben. Robertson hat nicht den Willen über so lange Distanzen. Carter fehlt im entscheidenden Moment doch die Klasse.

Decider 22. Apr., 21.36 Uhr

Maguire wird nie Weltmeister, Robertson hat sehr wohl den Willen und bei Carter gebe ich Dir vollkommen recht! Carter wird m. E. ein wenig überschätzt.

Onlinesack 23. Apr., 09.54 Uhr

Steve Davis schlägt sich nicht schlecht…

Hoffentlich macht er noch ein paar Frames damit er seine 1000 gewonnen Frames n Shefielt voll bekommt.

Xristjan 23. Apr., 10.49 Uhr

Ich denke auch, dass weder Maguire noch Carter je Weltmeister werden, das traue ich eher Robertson oder Selby zu…oder Steve Davis zum 7. Mal, wenn er so weitermacht :) Toll. Aber Higgins wird vermutlich zurückschlagen, dafür ist er ja bekannt, er bricht nie ein. So oder so, Higgins wird seinen Titel nicht verteidigen.
Das Setzsystem ist ungerecht, aber Barry Hearn hatte glaube ich angedeutet, dass er auch das ändern will, oder nicht?

Decider 23. Apr., 11.02 Uhr

Das Setzsystem ist wirklich irrsinnig. Carter beispielsweise wurde schon öfters ins Viertel- oder Halbfinale gespült, ohne einen echten Kracher aus dem Weg räumen zu müssen, Higgins hats auch meistens sehr leicht gehabt in letzter Zeit.
Steve Davis ist echt gut in Form, aber man muss schon sagen das Higgins absolut unterirdisch gespielt hat. Am Ende wird Higgins schon noch gewinnen.

Xristjan 23. Apr., 11.39 Uhr

Das bisherige Setzsystem begünstigt in der Tat öfter Spieler wie Carter oder auch King, der nur deshalb problemlos in der Top 16 verweilen kann. Andere Spieler wie z.B. Selby hatten zuletzt oft von Runde 1 an die schwerstmöglichen Gegner…..aber es ist müßig, sich da in etwas hineinzusteigern – hoffen wir, dass auch dieses veraltete System umgestaltet bzw abgeschafft wird.

marek 23. Apr., 16.24 Uhr

Ich glaube ja auch nicht an Maguire. Ich wollte damit nur andeuten, dass er spielerisch das Potential dazu hätte – im Gegensatz zu Carter. Nur hat er nicht die nötige mentale Verfassung dazu.
Und Robertson? Ich glaube da irgendwie nicht daran. Er hat zwar nicht dasselbe Problem wie Maguire. Und er hat schon gezeigt, dass er Turniere gewinnen kann – mehr als einmal. Ich habe nur einfach das Gefühl, dass ihm dieser letzte Funken Ehrgeiz fehlt, dieser absolute Siegeswillen, der über die langen Distanzen der WM nötig ist. Deshalb bekommt er spätestens im HF Probleme. Aber gerade das macht ihn auch sympathisch, weil er das Spiel nicht ganz so ernst nimmt.

Hm, und Higgins wird seiner Rolle wieder gerecht. Schon jetzt nur noch 4:6.

Matthias Mees 24. Apr., 14.29 Uhr

So, und wer hatte nun mit einem Viertelfinale zwischen Steve Davis und Martin Gould gerechnet? :-) Unglaublich.

Xristjan 24. Apr., 19.34 Uhr

ganz krasser Tag… ich hatte früh schon Angst um Steve Davis, der zu schwächeln schien, aber man hat auch selten so einen schwachen Higgins gesehn. Klasse der letzte Frame von Davis… und Hand aufs Herz, wer hätte nach den 2 schwachen Sessions noch auf Robertson getippt? Klasse! Ich glaube, jetzt ist für Robertson alles möglich…

Decider 25. Apr., 10.11 Uhr

Traumfinale: Dott – Perry

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