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7 Kommentare

Die Saison 2009/10 macht nach den Welsh Open eine kleine Zäsur — weiter geht es erst Ende März mit den China Open. Werfen wir also nach zwei Dritteln erneut einen Blick auf die Lage im Provisional Ranking.

Die Punktesammler

John Higgins hamstert in dieser Saison, wo er nur kann. Durch seinen Finalsieg in Newport hat der “Wizard of Wishaw” in diesem Jahr bereits über 20.000 Punkte angehäuft. Platz 1 in der neuen Weltrangliste dürfte ihm nicht mehr zu nehmen sein. Naturgemäß ebenfalls “gut im Futter” sind die Sieger der anderen Ranking-Events, Ronnie O’Sullivan, Ding Junhui und Neil Robertson.

Ohne Turniersieg, aber trotzdem fleissig hamsternd: Mark Williams, Liang Wenbo, Stephen Maguire, Ali Carter und Stephen Hendry — alle haben bereits eine fünfstellige Summe auf ihrem Punktekonto 2009/10. Nach vier von sechs Turnieren mehr Punkte als im Vorjahr haben neben Ding noch Ken Doherty (13. der Einjahreswertung) und Peter Lines (23.). Bester Spieler ohne Position im offiziellen Ranking ist Urgestein Tony Drago (38.).

Der Kampf um die Top 16

Das vorzeitige Aus in den Qualifiers zu den Welsh Open hat Liang und Ricky Walden etwas Boden gekostet, dennoch wären beide derzeit im Kreis der gesetzten Spieler. Mittlerweile ist Joe Perry diesbezüglich in einer deutlich misslicheren Lage als Peter Ebdon, aber auch Mark King und Marco Fu müssen bei den verbleibenden Turnieren dringend punkten; selbst Mark Allen könnte gerne noch etwas nachlegen. Anwärter auf den Elitekreis wären derzeit Jamie Cope, Matthew Stevens und Graeme Dott.

Das Zittern um die Top 64

Stand heute wäre Tony Drago sicher über die Top 64 für die kommende Main Tour qualifiziert. Ähnlich wie Matt Selt (offiziell Nr. 67, provisional Nr. 49) hat der Malteser vor allem in Prestatyn konstant gespielt und sich mittlerweile auf Platz 56 des Provisional Rankings vorgearbeitet.

Eng wird es für die Veteranen John Parrott und Jimmy White, die derzeit die Plätze 59 und 60 belegen, auf die nächsten Anwärter (Matthew Couch und Michael White) jedoch nur 700-800 Punkte Vorsprung haben. Parrott schied zweimal sehr früh aus den Qualifiers aus, der “Whirlwind” hingegen ließ wegen seiner Teilnahme am britischen “Dschungelcamp” die UK Championship komplett aus. Beide brauchen starke Auftritte bei China Open und WM, um weiter “die Jungen ärgern” zu können.

Nachwuchsmann Michael White wäre im Moment der Führende der acht Besten der Einjahreswertung, die nicht in den Top 64 stehen. Diese acht Spieler (welche ebenfalls einen Platz auf der kommenden Main Tour erhalten) wären bemerkenswerterweise allesamt Spieler, welche neu oder wieder zurück auf der Tour sind.

Kommentare (Abonnieren)

Salleh Ahmed 1. Feb., 17.09 Uhr

wenn ronnie noch erster wird (ist aber auf schützenhilfe angewiesen) wäre es eine große leistung

dafür muss er aber die letzten turniere gewinnen und seine mentale stärke gegen higgins wieder zurückgewinnen, hat sich langsam als angstgegener für ronnie entwickelt

Matthias Mees 1. Feb., 17.28 Uhr

Scheidet Higgins bei China Open und WM in der 1. Runde aus, bräuchte O’Sullivan 11.890 Punkte — das wären z.B. Finale CO plus Halbfinale WM. Übersteht Higgins bei beiden Turnieren auch nur Runde 1, müsste O’Sullivan beide Turnier gewinnen, richtig.
Aber jetzt mal im Ernst: Higgins ist in dieser Saison bei jedem Turnier mindestens ins Halbfinale gekommen. Dem kann nur noch eine Verletzung die Nr. 1 abnehmen.

huey 1. Feb., 18.13 Uhr

Cope ist sicher einer der Anwärter auf den Elitekreis. Stevens und Dott würde ich aber nicht dazuzählen, auch wenn sie platzierungsmäßig nur wenig dahinter rangieren. Stevens müsste höchstwahrscheinlich noch 2 (CO) + 3 (WM) = 5 Siege einfahren. Selbst Perry ist da mit 2+2 Siegen in einer besseren Position. Vielleicht gibts ja eine für Matt günstige Auslosung bei der WM. Dennoch beschränkt sich der Kampf um die Plätze 13-16 wohl nur auf 6 Spieler: Fu, King, Liang, Walden, Cope und Ebdon. Mein Tipp: Walden geht die Puste aus und Cope bleibt seiner Linie treu und verweilt am oberen Ende der Top 32.
Schön, dass Drago (zumindest über die Top 8) auch weiterhin an Bord bleibt.

Xristjan 3. Feb., 22.30 Uhr

Jimmy White schlägt sich momentan selbst, vor 6 Monaten war er wieder gut in Form, dann der Verzicht auf die punkteträchtige UKC, und nun 2x mit 4:5 verloren, schon kommt man ins Rutschen, schade… Drago hat schon wieder gewonnen, auch Wattana, mal sehn ob auch dieser Altmeister noch genügend Punkte sammeln wird.

Decider 5. Feb., 11.53 Uhr

Drago ist ja wohl ein Phänomen. Der mit Abstand ungestümste Spieler, siehe Welsh Open, schafft es schon wieder so weit zu kommen. Lustig anzusehen ist er ja beim Spiel, aber diese Hektik und Unüberlegtheit ist eigentlich nicht zu ertragen :-)

Xristjan 5. Feb., 19.16 Uhr

Drago hat sich qualifiziert :)

Matthias Mees 7. Feb., 16.25 Uhr

… und Jimmy eine Menge Schwein gehabt (ebenso John Parrott), dass alle, die ihnen unmittelbar auf den Fersen waren, in der Quali gescheitert sind. Dennoch brauchen beide unbedingt Punkte aus den WM-Qualifiers.
Überhaupt, eine sehr mysteriöse Quali, in der viele aus den Rängen 32-17 die Segel streichen mussten, inklusive Liang Wenbo, Ricky Walden, Stephen Lee, Michael Holt, Steve Davis und Joe Swail — alle zum zweiten Mal in Folge …

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