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Ding schlägt alle in Telford

4 Kommentare

Ding Junhui

Er ist wieder da. Ding Junhui hat im Finale der UK Championship keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er wieder zurück ist und vielleicht besser spielt als je zuvor. Gegen John Higgins behielt er zu jeder Zeit die Oberhand, musste nur einmal einen Rückstand hinnehmen, sonst legte er vor.

Pukka Pies UK Championship Logo Higgins zeigte sich allerdings gut erholt vom epischen Kampf mit Ronnie O’Sullivan am Vortag. Er hatte bereits 8:2 gegen den Engländer geführt, stolperte dann aber mehr oder weniger mit 9:8 über die Zielline. Dabei spielte die Regel-Diskussion im 13. Frame, als O’Sullivan aus einer Miss-Situation eine Kugel berührte, sicher eine Rolle. Doch beide Spieler waren im Halbfinale einfach Bärenstark, schon beim 8:2 hatten beide Spieler eine Lochsicherheit von 92%. O’Sullivan kam einfach zu selten an den Tisch und zeigte zudem eher schwache Safeties bevor er seine Aufholjagd startete.

Ding Junhui hatte es da im Halbfinale ein wenig einfacher, traf er doch auf Stephen Maguire, den er mit 9:5 schlagen konnte. Ding war auch der erste wirkliche Prüfstein auf dem Weg von Maguire gewesen, der in den Runden zuvor mit Stuart Bingham und Peter Lines einfachere Gegner deutlich schlagen konnte. Ding hingegen traf im Achtelfinale auf seinen späteren UK-Championship-Vorgänger Shaun Murphy und setzte sich danach mit 9:8 gegen Ali Carter durch. Damit schlug Ding 4 der Weltranglisten-Top-5 und hat sich als einer der WM-Favoriten positioniert.

Im Finale gab es ein regelrechtes Ping-Pong-Spiel in dem Ding vorlegte und Higgins nachlegte, wodurch es auch zum letzten Mid-Session-Interval mit 6:6 unentschieden stand. Nach der Pause konnte erstmals Higgins in Führung gehen, was Ding jedoch sofort konterte. In Frame 15 kam Higgins beim Stand von 46:34 durch einen Glückstreffer in die Bälle, verschoss dann aber den braunen Frameball. Ding staubte den Frame ab und ging erneut in Führung.

Auch der knappe 16. Frame ging an den Chinesen, der erstmals eine 2-Frame-Führung inne hatte. Unter Druck zeigte Higgins dann erneut seine Stärken und spielte ein 115er-Break um wieder auf 8:9 heran zu kommen. Ding benötigte weiterhin nur einen Frame, den er aber in Frame 18 auch mit einem 75er-Break souverän gewann.

Ding Junhui ist damit der erfolgreichste Asiate aller Zeiten mit 4 Siegen. Auf Platz zwei liegt James Wattana mit 3 Erfolgen bei Weltranglistenturnieren.

Higgins ist sich sicher: „Er wird Weltmeister werden, er hat das Spiel und Siege wie dieser heute werden ihm helfen das Ziel zu erreichen. Es würde mich erstaunen, wenn er seine Karriere ohne WM-Sieg beenden würde.“

Beide Spieler waren sich darüber einig, dass es ein hartes Match war, Higgins: „Die Bälle liefen manchmal nicht ganz so gut, und wir beide haben nicht unsere optimale Leistung gebracht. Er hat einfach immer zurückgeschlagen, wenn ich dachte ich hätte ihn. Außerdem habe ich ein paar ganz schreckliche Fehler gemacht.“

Ding: „Das war eine verrückte Woche, 4 aus den Top-5 zu schlagen… Das Spiel macht mir einfach wieder spaß. Ich habe mir gesagt: Du musst dich konzentrieren, darfst dich nicht so sehr ärgern. Jetzt kann auch bei der WM alles passieren.“

Auf die Frage, ob er sich seit seinem ersten UK-Championship-Triumph 2005 verbessert habe, antwortete Ding: „Ich habe mich sehr verbessert, ich bin ein besserer Spieler als ich damals war.“

Neben 100.000 Pfund und 8000 Ranglistenpunkten darf sich Ding Junhui auch über eine große Kuchenlieferung freuen: Sponsor Pukka Pies lässt 276 Kuchen springen, was Dings Gewicht von 69kg entspricht.

Kommentare (Abonnieren)

Xristjan 14. Dez., 12.03 Uhr

Ding ist der Spieler der Saison und wieder voll da. Habe ihm den Titel absolut gegönnt. Higgins ist mir seit SA etwas unsympathisch geworden, musste ich feststellen – zuerst das Gezeter wegen Ronnies Foul auf Schwarz und gestern dann 2 Fouls von ihm, die er selbst nicht bemerkt hatte. Fand ich nicht in Ordnung.

Jule 14. Dez., 14.05 Uhr

Gönne es Ding Junhui auch absolut. Nicht, weil John Higgins unsympathisch wäre, aber Ding war einfach in Form!

Salleh Ahmed 14. Dez., 20.05 Uhr

verdienter sieger!

das spiel des turniers war aber das HF zwischen Ronnie und John

Ferdinand 14. Dez., 20.27 Uhr

In dem Falle war ich auch für Ding, denn Higgins hatte während des Turniers einfach zuviel Glück bei knappen Entscheidungen (Robertson, Ronnie) – und so souverän finde ich ihn sowieso nicht, wie er von Rolf Kalb immer so hervorgehoben wird, als könne ihm keiner das Wasser reichen .. Das nervt mich schon lange gewaltig!!!

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