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Snookerblog

Vor dem Finale des Grand Prix 2009

Ein sportlich eher mittelprächtiger Grand Prix 2009 geht heute mit dem Finale zwischen Neil Robertson und Ding Junhui zu Ende. Viele Begegnungen in Glasgows Kelvin Hall verliefen leider ähnlich launisch wie die Auslosung der Begegnungen.

Robertson setze sich in einem wahren Krimi, einem der vermutlich besten Snooker-Macthes der letzen Jahre sowie dem definitiv besten des diesjährigen Grand Prix, gegen John Higgins in einem dramatischen Decider mit 6-5 durch. Ding ließ seinem Gegener Mark Williams zunächst den Vortritt, der im ersten Frame mit einer 142 das (bisher) höchste Turnierbreak spielen konnte. Die folgenden sechs Frames gingen jedoch an den jungen Chinesen, der den zweifachen Weltmeister somit mit 6-1 bezwang.

„Ich habe Müll gespielt. Punkt.“ Mark Williams zum Halbfinale gegen Ding Junhui

Robertson und Ding spielen nun heute um ihren jeweils vierten Titel auf der Main Tour und somit darum, James Wattana — ebenfalls dreifacher Finalsieger auf der Tour — als erfolgreichsten nicht-europäischen Spieler abzulösen. Ein leicht verwässerter „Titel“, bedenkt man, dass sowohl Robertson als auch Ding ihren Lebensmittelpunkt während der Saison in England haben.

Robertson konnte nicht nur durch seinen Halbfinalsieg ein Davonziehen von John Higgins im Provisional Ranking verhindern, er schob sich selbst — allerdings unterstützt durch das frühe Ausscheiden fast aller Spieler, welche zuvor vor ihm platziert waren — auf Platz 3 der inoffiziellen Rangliste und könnte mit einem zweiten Sieg beim Grand Prix seinen Vorsprung auf die Verfolger ausbauen.

Ding dürfte vor allem daran interessiert sein, seinen ersten Ranking-Titel seit Anfang 2006 (Northern Ireland Trophy) zu holen und damit zu beweisen, dass er gelernt hat, mit dem enormen Druck, der vor allem in seiner Heimat China auf ihm lastet, umzugehen. Er steht im tagesaktuellen Provisional bereits wieder in den Top 10 und könnte mit einem Sieg Platz 8 von Marco Fu übernehmen.

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