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O’Sullivan siegt ungefährdet in Shanghai

6 Kommentare

Mit einem 10:5 konnte sich Ronnie O’Sullivan im Finale des Shanghai Masters gegen Lokalmatador Liang Wenbo durchsetzen. Es war das erste Weltranglistenturnier außerhalb von Großbritannien und Irland seit dem Jahr 2000, das O’Sullivan gewinnen konnte. Im Vorjahr war er an gleicher Stelle noch gegen Überraschungssieger Ricky Walden unterlegen.

Den ersten Frame gewann O’Sullivan durch ein 70er-Break, in den beiden nächsten Frames legte Liang dann immer vor, konnte aber den Sack nicht zumachen, so dass O’Sullivan seine Führung auf 3:0 ausbauen konnte. Vor dem Interval verkürzte der Chinese auf 3:1.

Nach der Pause stellte O’Sullivan den alten Abstand mit einem 80er-Break wieder her, doch Liang konterte mit einer Serie von 81 Punkten. O’Sullivan, der nur eine durchschnittliche Leistung zeigte, lies aber nicht locker. Mit Breaks von 75 und 91 Punkten konnte er den Abstand auf 6:2 ausbauen. Mit einem 89er-Break beschloss Liang die erste Session und konnte sich die Chance auf einen Sieg offen halten.

Liang stand zum ersten mal in einem Finale und hatte im Halbfinale die Aufgabe Shaun Murphy zu schlagen, der sich bis dahin fehlerlos gezeigt hatte, was ihm knapp mit 6:5 gelang. O’Sullivan hingegen reichte gegen einen desolaten John Higgins eine durchschnittliche Leistung um mit 6:1 zu gewinnen.

Im Finale eröffnete dann Liang die zweite Session und gewann deren ersten Frame mit einer 35er-Serie. O’Sullivan konterte mit dem ersten – und einzigen – Century des Finals, 109 Punkte. Liang gewann noch einen Frame, doch dann konnte sich O’Sullivan mit Breaks von 56, 69 und 71 Punkten drei Frames in Folge und damit den Sieg holen.

Bezeichnend für das Finale waren die kleineren Serien von Liang, der sich dann fest spielte. Davon konnte O’Sullivan ein ums andere Mal profitieren. Liang hat gezeigt, dass er das Zeug hat gegen die etablierten Spieler zu bestehen. O’Sullivan muss sich noch deutlich steigern, allerdings hat er bei solchen Leistungen auch schon oft die Nerven verloren, diesmal hat er ergebnisorientierter gespielt. Man kann von beiden noch viele Schlagzeilen in dieser Saison erwarten!

Kommentare (Abonnieren)

Salleh Ahmed 13. Sep., 19.19 Uhr

jeder spieler muss sich gewaltig steigern, nicht nur die beiden

also der letzte split war einfach göttlich

Manuel Wellinski 13. Sep., 19.36 Uhr

Alle Splits waren genial von Ronnie, auch immer diese kleinen Zwischensplits, jetzt schlägt Ronnie die Gegner bei einem Turnier mit seinem C-Spiel:)

RonnieRulez 13. Sep., 21.40 Uhr

Das war das souveränste Turnier von ROS seit langem.
Selten hat er so konsequent die Fehler der Gegner ausnutzen können.
So kanns weitergehen.

Xristjan 14. Sep., 00.03 Uhr

Das mit dem C-Spiel stimmt schon irgendwie… Komisches Turnier. ROS spielt mäßig, aber gewinnt sowas von souverän. Insgesamt mittelprächtiges Niveau in Shanghai. Nur Murphy war in Topform…bis zum Halbfinale (wie immer, muss man fast abfällig feststellen).

Eric 14. Sep., 09.40 Uhr

@ Xristjan: Nur Murphy? Ich denke, dass auch Wenbo in topform war… bis zum Finale eben. ;-)

Xristjan 14. Sep., 11.35 Uhr

Stimmt, sorry… Wenbo hat sich das Finale verdient gehabt, absolut. Vielleicht sollte man auch Ding Junhui lobend erwähnen, er hat deutlich ruhiger gewirkt als zuletzt. Außerdem ist es schön, dass Ken Doherty wieder sein Können gezeigt hat.

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