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Stephen Lee in Wettbetrug verwickelt?

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Offenbar ist Stephen Lee, Nr. 25 der aktuellen Weltrangliste, am gestrigen Donnerstag wegen Verdachts auf Beteiligung an Wettbetrug und Matchabsprachen verhaftet worden.

Weitere Einzelheiten über eventuelle konkrete Vorwürfe gegen den vierfachen Familienvater aus Wiltshire sind bislang nicht bekannt, da sowohl die WSA als auch die ermittelnde Kommission keine Angaben zu einer laufenden Ermittlung machen.

Nachtrag, 15.2.2010:

Stephen Lee hat sich zur Festnahme geäußert, nachdem er am gleichen Abend wieder frei gelassen wurde: „Ich kam sehr spät nach hause gestern Abend. Ich würde sagen, dass ich gestern wirklich schlecht behandelt wurde, ich bin noch ganz geschockt.“

Sein Management lies verlautbaren, dass Lee mit der Polizei zusammen gearbeitet hat, er ohne Strafe entlassen wurde und nicht mit einer Strafe zu rechnen sei: „Er bestreitet jegliche Verwicklung in Betrügereien oder Wettunregelmäßigkeiten.“

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Weiter im Auge behalten

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Die Saison 2009/10 macht nach den Welsh Open eine kleine Zäsur — weiter geht es erst Ende März mit den China Open. Werfen wir also nach zwei Dritteln erneut einen Blick auf die Lage im Provisional Ranking.

Die Punktesammler

John Higgins hamstert in dieser Saison, wo er nur kann. Durch seinen Finalsieg in Newport hat der “Wizard of Wishaw” in diesem Jahr bereits über 20.000 Punkte angehäuft. Platz 1 in der neuen Weltrangliste dürfte ihm nicht mehr zu nehmen sein. Naturgemäß ebenfalls “gut im Futter” sind die Sieger der anderen Ranking-Events, Ronnie O’Sullivan, Ding Junhui und Neil Robertson.

Ohne Turniersieg, aber trotzdem fleissig hamsternd: Mark Williams, Liang Wenbo, Stephen Maguire, Ali Carter und Stephen Hendry — alle haben bereits eine fünfstellige Summe auf ihrem Punktekonto 2009/10. Nach vier von sechs Turnieren mehr Punkte als im Vorjahr haben neben Ding noch Ken Doherty (13. der Einjahreswertung) und Peter Lines (23.). Bester Spieler ohne Position im offiziellen Ranking ist Urgestein Tony Drago (38.).

Der Kampf um die Top 16

Das vorzeitige Aus in den Qualifiers zu den Welsh Open hat Liang und Ricky Walden etwas Boden gekostet, dennoch wären beide derzeit im Kreis der gesetzten Spieler. Mittlerweile ist Joe Perry diesbezüglich in einer deutlich misslicheren Lage als Peter Ebdon, aber auch Mark King und Marco Fu müssen bei den verbleibenden Turnieren dringend punkten; selbst Mark Allen könnte gerne noch etwas nachlegen. Anwärter auf den Elitekreis wären derzeit Jamie Cope, Matthew Stevens und Graeme Dott.

Das Zittern um die Top 64

Stand heute wäre Tony Drago sicher über die Top 64 für die kommende Main Tour qualifiziert. Ähnlich wie Matt Selt (offiziell Nr. 67, provisional Nr. 49) hat der Malteser vor allem in Prestatyn konstant gespielt und sich mittlerweile auf Platz 56 des Provisional Rankings vorgearbeitet.

Eng wird es für die Veteranen John Parrott und Jimmy White, die derzeit die Plätze 59 und 60 belegen, auf die nächsten Anwärter (Matthew Couch und Michael White) jedoch nur 700-800 Punkte Vorsprung haben. Parrott schied zweimal sehr früh aus den Qualifiers aus, der “Whirlwind” hingegen ließ wegen seiner Teilnahme am britischen “Dschungelcamp” die UK Championship komplett aus. Beide brauchen starke Auftritte bei China Open und WM, um weiter “die Jungen ärgern” zu können.

Nachwuchsmann Michael White wäre im Moment der Führende der acht Besten der Einjahreswertung, die nicht in den Top 64 stehen. Diese acht Spieler (welche ebenfalls einen Platz auf der kommenden Main Tour erhalten) wären bemerkenswerterweise allesamt Spieler, welche neu oder wieder zurück auf der Tour sind.

Hearn bestätigt: Ranking-Event in Deutschland!

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Barry Hearn hat am Rande des Masters bestätigt, dass es ein Weltranglistenturnier in Deutschland geben wird, wie der Guardian berichtet. Das Treffen mit unabhängigen Vermarktern habe dazu geführt, der neue Kalender wird eine Veranstaltung in Deutschland beinhalten.

Der Guardian spricht von Deutschland als „einer der Wachstumsmärkte“ und hat damit sicherlich nicht unrecht, wer die Bilder der German Open, Paul Hunter Classics oder diverser Exhibitions gesehen hat muss diesen Eindruck gewinnen. „Unabhängige Vermarkter haben oft nicht genug Geld um da was zu tun“, so Hearn, „Die Einschaltquoten bei Eurosport sind spektakulär. Andere europäische Fernsehsender sind interessiert. Wir sind bereit eine Rolle zu spielen!“

„Ich habe kein Problem damit Geld zu investieren und auch mal Verlust zu schreiben, solange Profit am Ende des Weges steht.“, fügte er hinzu, „Aber genauso würde ich kein Turnier auf Malta unterstützen, da gibt es einfach kein Wachstumspotenzial mehr.“

„Wir verlieren mit den Welsh Open jedes Jahr 200.000 Pfund, das muss besser werden.“ Zudem will die WPBSA in Zukunft auch die World Series unterstützen, die von Higgins gegründete Serie soll neue Gebiete erkunden, wie sie das bisher bereits in Berlin, Warschau, Moskau, Prag und in der Algarve getan hat.

Behaltet sie im Auge

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Die UK Championship markiert die “Halbzeit” der Main-Tour-Saison 2009/10. Einige Spieler haben sich in der ersten Saisonhälfte besonders hervorgetan und dürften nun in der 2. Hälfte unter besonderer Beoabachtung stehen.

Die Punktehamster

Ken Doherty hatte als erster Spieler seine Punktzahl aus dem Vorjahr frühzeitig übertroffen (was natürlich an der niedrigen Vorjahrespunktzahl lag) und kann damit seinen Absturz in der Rangliste kompensieren. Im Provisional ist der offiziell an Nr. 44 geführte Ire, dem bei zwei Turnieren der Einzug ins Hauptfeld gelang, bereits zurück in den Top 32.

Ding Junhui hat es Doherty mit seinem Sieg in Telford nachgemacht und ist nunmehr erfolgreichster Punktesammler der laufenden Saison. Der Lohn ist ein Sprung auf Platz 6 des Provisional. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob Ding seine großartige Form halten kann.

Der Kampf um die Top 16

Stand heute wären Peter Ebdon und Joe Perry aus dem Elitekreis der Gesetzten gefallen, Ricky Walden und Liang Wenbo an ihrer Stelle eingezogen. Während Walden eher noch ein wenig vom Vorjahr zehrt, gehört Liang zum halben Dutzend Spieler, die bereits jetzt fünfstellig punkten konnten. Ebdon startete schlecht, scheint aber langsam zurück zu kommen. Perry allerdings musste in Telford Federn lassen.

Die Unerwarteten

Es gibt sie immer wieder: Spieler, die sich heimlich still und leise in der Rangliste nach oben schleichen. In diesem Jahr könnte man dieses Etikett bislang Mark Davis (Offiziell Nr. 47, Provisional Nr. 30), Robert Milkins (55/38) und Peter Lines (64/40) anheften, wobei Lines natürlich in erster Linie von seinem Auftritt bei der UK Championship “lebt”.

Das Zittern um die Top 64

Mit Supertalent Michael White und Rückkehrer Toni Drago stehen derzeit zwei “Unplatzierte” auf den Rängen 64 und 65 des Provisional und dürfen sich aufgrund guter Leistungen in der Qualfikation berechtigte Hoffungen auf einen Platz auf der kommenden Main Tour machen.

Hier ist weniger interessant, wer bereits rausgefallen ist, sondern eher, wer noch rausfallen könnte — Whirlwind Jimmy White nämlich, der nach gutem Beginn in den Qualifiers zum Grand Prix patzte, die UK Championship wegen seiner Teilnahme am britischen “Dschungelcamp” gar ganz ausließ und null Punkte erntete. White wird in den verbleibenden Qualifikationen deutlich zulegen oder auf eine Wildcard hoffen müssen, wenn er auf der Tour bleiben möchte.

Walker lässt die Bombe platzen

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Inmitten des „Gefechts“ um den Vorsitz der WPBSA hat Sir Rodney Walker in einem Interview mit der britischen Zeitung The Independent eine echte Bombe platzen lassen: Die WSA plant — in Zusammenarbeit mit dem Medienriesen IMG Sport Media — die „radikalste und weitreichendste Umstrukturierung in der Geschichte des Sports“.

Zentraler Punkt der Umstrukturierung ist eine bereits für kommende Saison geplante Ausweitung der Main Tour auf mindestens fünfzehn(!) Ranglisten-Turniere — ganzjährig und weltweit ausgetragen!

Globale Expansion

Neben einem bereits als relativ sicher geltenden dritten Turnier in China (wahrscheinlich in Macau) und starkem Interesse im Nahen Osten gelten unter anderem Brasilien und Deutschland als aussichtsreiche Kandidaten für ein Ranglistenevent. Die Vergabe wird dabei letzten Endes natürlich von der Finanzierung des jeweiligen Events durch einen unabhängigen lokalen Promoter abhängen.

IMGs Marketing Director Adam Kelly betonte, von Seiten der World Snooker Tour und IMG seien den lokalen Promotern die Teilnahme der besten Spieler der Welt, hochwertige TV-Produktionen und globale TV-Präsenz gewiss.

Bilanz des ersten Saisondrittels

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Mit nur noch sechs Ranglistenturnieren lässt sich die Saison 2009/10 nun dritteln, mit dem Shanghai Masters und dem Grand Prix sind die ersten beiden Events abgehakt und die Punkte verteilt — Zeit für einen ersten vorläufigen Zwischenstand mit Blick auf Einjahreswertung und Provisional Ranking.

Einjahreswertung: Abgesahnt

Angeführt wird die Einjahreswertung logischerweise von den Finalisten der beiden Turniere. Ronnie O’Sullivan ist dabei trotz seines relativ frühen Ausscheidens beim Grand Prix Führender der Einjahreswertung (9660 Punkte) vor Ding Junhui (9100) und John Higgins (8960). Grand-Prix-Champion Neil Robertson folgt aufgrund seines Erstrunden-Aus in Shanghai erst auf Platz 4 (7980), gefolgt von Liang Wenbo (7560).

Einjahreswertung: Auferstanden

Neben Ding ist hier vor allem Ken Doherty zu nennen, der als Nummer 44 des offiziellen Rankings Siebter der Einjahreswertung ist. Auch Robert Milkins, offiziell Nr. 55, steht als Zwölfter der Einjahreswertung mehr als im Soll.

Einjahreswertung: Abgestürzt

Unter den besten 16 der Einjahreswertung befinden sich übrigens 9 Spieler aus den Top 16, dennoch haben nur sechs der Gesetzten bei beiden Turnieren die erste Runde überstanden — Mark Selby musste gar bei beiden Turnieren nach dem ersten Match die Koffer packen.

Ebenfalls eher schlecht gestartet: Stephen Maguire, Ali Carter und Marco Fu. Alle drei haben in dieser Saison noch kein Viertelfinale erreicht, allerdings plagte Maguire sich mit diversen medizinischen Problemen herum und Carter wurde zum ersten Mal Vater.

Provisional Ranking: Top 16

Higgins zieht dank eines komfortablen Polsters und einem guten Start mit zwei Halbfinal-Teilnahmen an der Spitze einsam seine Kreise. Sein Vorsprung auf die von O’Sullivan angeführten Verfolger beträgt derzeit über 6000 Punkte. Dahinter hat sich Robertson durch seinen Turniersieg in Glasgow, aber auch durch das Straucheln der Spieler vor ihm, von offiziell Platz 9 auf Provisional Platz 3 vorgeschoben.

Ding, Mark Allen und Mark Williams konnten sich durch einen guten Saisonstart leicht innerhalb des Elitekreises verbessern, während Stephen Hendry und Maguire innerhalb der Top 16 einige Plätze verloren haben. Neu in den vorläufigen Top 16 sind derzeit Liang und Ricky Walden, beide sicherlich aufgrund zuletzt guter Leistungen legitime Anwärter auf einen Platz in der Weltspitze. Speziell der Aufstieg von Liang ist nur mit „kometenhaft“ richtig beschrieben. Herausgefallen sind — wenngleich denkbar knapp — Joe Perry und Peter Ebdon.

Provisional Ranking: Jenseits der Spitze

Heimlich, still und leise haben sich Jamie Burnett (offiziell Nr. 40) und Mark Davis (offiziell Nr. 47) in die Top 32 des Provisional geschoben, Doherty klopft als derzeit 33. ebenfalls an die Tür zu dieser Gruppe. Langsam brenzlig wird es hier für Steve Davis, Dave Harold und Judd Trump, denen bislang 2009 noch kein Sieg in der Qualifikation gelang.

Deutlich bester „Neuling“ ist derzeit übrigens Main-Tour-Rückkehrer Tony Drago, der auf Platz 69 des Provisional Ranking bestplatzierter Spieler ohne Platzierung im offiziellen Ranking ist, gefolgt von Supertalent Michael White und Joe Jogia.

Mehr Saisonstart-News

  • Ich bin ein Snookerspieler, holt mich hier raus: Jimmy White wird in diesem Jahr am Reality-Format „I’m A Celebrity…Get Me Out Of Here“, der englischen Originalversion von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, teilnehmen, falls er sich nicht für die Endrunde der UK Championship qualifiziert. Qualifiziert er sich, zieht er das Snookerturnier vor.
  • Williams im Pech: Die Teilnahme von Mark Williams am Anfang September stattfindenden Shanghai Masters steht in den Sternen, nachdem er in seinem Haus auf Fliesen ausgerutscht ist und sich das Handgelenk gebrochen hat. In einem Test-Match gegen Andrew Pagett gewann er 5:1. Pagett: „Er machte zwei Centuries und je ein 80er, 70er und 60er… Ich würde mich nicht beschweren auch so einen gebrochenen Arm zu haben.“
  • 6-Rote-WM: Vom 15.–18. Dezember werden im irischen Killarney die 6-Rote-WM stattfinden. 160 Spieler aus allen Ecken der Welt werden erwartet und um insgesamt 35.000€ Preisgeld kämpfen. Ausgetragen wird die Veranstaltung in der gleichen Halle in der die World Series im Mai zu Gast war.
  • Racing: Ronnie O’Sullivan hat im VW Cup in Silverstone den 14. Platz erfahren. „Es war eine gute Erfahrung, es hat mir gefallen.“ Aha.

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