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Snookerblog

Ronnie und Jimmy mit einem Doppel-147

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Bei einer Exhibition in Irland haben Ronnie O’Sullivan und Jimmy White nacheinander zwei Maximum-Breaks geschafft, berichtet die britische Sun ohne weitere Zeit- und Ortsangabe. 600 Fans waren Zeuge bei diesem einmaligen Ereignis.

Jimmy White wird mit folgenden Worten zitiert: „Es war unglaublich. Ronnie hatte ein 147 und weil wir ein Doppel spielten entschied er, dass wir noch ein Spiel spielen, damit die anderen auch noch ein paar Stöße machen konnten.“

„Und dann passierte es und ich hatte ich ein 147. Wir haben herausgefunden, dass es so etwas noch nie gegeben hatte. Es war eine großartige Meisterleistung, ich freue mich wirklich. Zuerst riefen die Fans – und ich auch – »Ronnie, Ronnie, Ronnie«, dann »Whirlwind, Whirlwind, Whirlwind«.“

„Ich hatte erst vor drei Wochen ein Maximum in einer Exhibition. Ich spiele noch immer gut und hoffe, dass es ein gutes Jahr wird.“

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„Clean the white, please.“ – Was sind eigentlich Kicks?

Der Spielball

Gelegentlich hört man bei Snooker-Übertragungen einen Spieler zum Schiedsrichter „Clean the white, please.“ sagen – auch Stephen Maguire machte bei seinem Finalerfolg bei den China Open des öfteren von diesem Satz Gebrauch.

Dabei geht es natürlich nicht aus rein ästhetischen Gründen darum, unschöne Verschmutzungen auf dem Spielball beseitigen zu lassen. Vielmehr haben Verschmutzungen durch Staub, Kreidereste, Kleidungsfasern oder sonstigen Unrat bisweilen fatale Folgen: Sie verursachen die gefürchteten „Kicks“.

Ein Kick oder „bad contact“ (schlechter Ballkontakt) führt dazu, dass zwei Bälle, üblicherweise der Spielball und der angespielte Objektball, beim Kontakt aneinander kleben, mitunter sogar der Spielball am Objektball „hochklettert“, was besonders bei kräftigen Stößen zu sehen ist. Dies geschieht insbesondere dann, wenn mit Effet gespielt wird – Effet bedingt selbst bereits einen längeren Kontakt zwischen Spiel- und Objektball.

Weitere Faktoren, die Kicks offenbar begünstigen, sind Luftfeuchtigkeit, Veränderungen in der Raumtemperatur und statische Aufladung. Das Problem ist nicht neu, aber nach wie vor schwierig in den Griff zu bekommen – sozusagen die „Erkältung des Snooker“. Neben einem möglichst optimalen Raumklima ist die bislang wirkungsvollste Waffe gegen Kicks das regelmäßige Reinigen des Spielballs durch den Schiedsrichter – was allerdings nie hunderprozentig wirksam sein wird, das ja bei jedem Stoß erneut Kreide, die Hauptursache für Kicks, auf den Spielball übertragen wird.

Ohne Kreide hingegen wäre kontrolliertes Spiel unmöglich: Das Leder auf der Spitze des Queues würde vom Spielball abrutschen. Es wäre ausgeschlossen, dem Spielball Wirkung mitzugeben, was im Snooker unabdingbar für das Positionsspiel ist.

Kicks können aus Spiel- und Objektball wahre Irrlichter machen. In vielen Fällen gelingt der Stoß zwar dennoch, der Spielball kommt jedoch nicht an der beabsichtigten Stelle auf dem Tisch zum Stillstand, sondern im ungünstigsten Fall so, dass der Spieler mit einer Safety aus dem laufenden Break aussteigen muss. Ärgerlich für den Spieler, der es besser kann, aber am Material scheitert.

Spiegel über Snooker

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Auf Spiegel-Online war Snooker ja schon desöfteren Thema. Doch auch vor dem Print-Spiegel hat der Snookerboom nicht halt gemacht und dank der Öffnung der Spiegel-Archive kann man nun einige Perlen finden.

In einem Artikel aus der Februarausgabe 1989, mit dem Namen „Wichtiger als Sex“, geht es um Steve Davis.

Es ist ein “stilvolles Spiel”, sagt Steve Davis über seinen Sport, an dem vor allem Frauen Gefallen finden – vielleicht, meint der Weltmeister, “weil wir auf einem prachtvollen Möbelstück spielen und alles ein wenig theatralisch ist”. Auf jeden Fall, so sieht es der Satiriker Auberon Waugh, sei Snooker “der ideale Sport für ein faules Volk”.

Beizeiten für 1992, wenn in Europa die Handelsschranken fallen, soll Snooker auf dem Kontinent etabliert sein – so jedenfalls spekuliert Barry Hearn, der neben Steve Davis sieben weitere (der insgesamt 128) Profis unter Vertrag hat: “Es ist nur noch eine Frage der Zeit.”

Die Snooker-Übertragungen der BBC und der privaten ITV, die in Belgien empfangen werden, haben inzwischen auch Flamen und Wallonen zu Snooker-Fans bekehrt. Und nun, hofft Davis, “wird es von diesem Brückenkopf hinüberschwappen auch in die Bundesrepublik”.

Im letzten Jahr wurde bereits ein (von der britischen Versicherungsgesellschaft Norwich Union finanzierter) “European Grand Prix” ausgetragen, in Brüssel und Mailand, Madrid und Monte Carlo. 1989 ist auch ein Turnier in einer deutschen Stadt eingeplant.

Fünfzehn Jahre später heißt der Spiegel-Protagonist nicht mehr Steve Davis sondern Ronnie „The Rocket“ O’Sullivan. In „Das unglückliche Genie“ zeigt der Spiegel Höhen und Tiefen des Talents auf.

O’Sullivan macht nicht den Eindruck, dass er jemals über eine lange Zeit ausgeglichen sein könnte. Es gibt unzählige Geschichten über ihn: wie er einem Offiziellen kraftvoll zwischen die Beine greift, wie er einem Journalisten Eiswasser über den Kopf schüttet und eine Reporterin auffordert, ihm auf der Toilette ihren G-String zu zeigen. Wie er während der Irish Masters Haschkekse isst und nach dem Finalsieg positiv auf Cannabis getestet wird.

Irgendwann brauchte er schon morgens um neun einen Joint, um überhaupt funktionieren zu können. “Ich war glücklich, wenn ich mich miserabel gefühlt habe”, sagt O’Sullivan. “Dann hatte ich einen Grund, mich vollzudröhnen.”

In den vergangenen Jahren hat er viel unternommen, gegen seine selbstzerstörerische Sucht anzugehen: Psychotherapie, Hypnose, Entzug in einer Klinik, das Antidepressivum Prozac. Seinen Erfolgen, wie bei der Weltmeisterschaft im Mai 2001, als er das Turnier gewann, folgten nahezu zwangsläufig spektakuläre Abstürze.

Ende vergangenen Jahres war es wieder so weit. Diesmal fing die Snooker-Legende Ray Reardon, 72, den von Versagensängsten geplagten Champion auf. Vater O’Sullivan, der mit seinem Sohn in ständigem Kontakt steht, hatte Reardon im Januar aus dem Gefängnis angerufen: Ronnie, den Weinkrämpfe geplagt hatten, brauche “jemanden, der nach ihm schaut”. Der sechsfache Weltmeister erzählte dem Jungen, dass er als Bergmann verschüttet war und fast gestorben wäre, bevor er erfolgreich Snooker gespielt hat. Und er riet ihm, risikoärmer zu Werke zu gehen.

Drei Monate später wurde O’Sullivan erneut Weltmeister. Zur Siegerehrung erschien er mit einem Vampirgebiss im Mund – eine Andeutung auf Reardens Beinamen “Dracula”. Er hob den Pokal hoch und sagte unter Tränen: “Dad, der ist für dich!”

Und schließlich berichtete der Spiegel in Ausgabe 42/2006 auch über den Tod von Paul Hunter.

Weitere Berichte zu verschiedenen Billarddisziplinen findet man bei Spiegel Wissen unter den Suchwörtern Snooker und Billard.

„Master of Ceremonies“ tritt zurück

Wie das Snooker Scene Blog berichtet, ist der „Master of Ceremonies“, Richard Beare, zurückgetreten. Seine Aufgabe ist die Ankündigung der Spieler vor den Matches.

Beare hatte diesen Posten zwei Jahre inne, nachdem Alan Hughes nach zwanzig Jahren als Ansager zurückgetreten war. Die WSA hatte von ihm mehr Arbeit für weniger Gehalt geordert.

Der Autritt beim diesjährigen Pott Black Cup war somit auch der letzte für Beare.

Johan Oomen hängt die Handschuhe an den Nagel

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Snooker-Schiedsrichter Johan Oomen hat seine weißen Baumwollhandschuhe an den Nagel und wird zumindest für die WPBSA nie wieder ein Snookerspiel leiten. Das berichtet das Snooker-Scene-Blog.

Das ist bedauerlich, da er einer der bewährten Referees war. Beim Shanghai Masters hatte er noch am Tisch gestanden. Damit steht Oomen in einer Reihe von etablierten Schiedsrichtern, die in den letzten Jahren nicht mehr auf der Main Tour dabei sind.

Lawrie Annandale, Paul Collier und Stuart Bennett kündigten alle wegen der geringen Bezahlung.

Als Kernteam bleiben jetzt nur die beiden Top-Referees Jan Verhaas und Eirian Williams sowie Michaela Tabb, Alan Chamberlain, Pete Williamson, Terry Camilleri und Colin Humphreys.

Der Beruf des Schiedsrichters erfordert eine außergewöhnliche Konzentration und gute Nerven, dafür gibt es ein unterdurchschnittliches Gehalt und die Schiedsrichter, die nicht fest angestellt sind, werden gar nur auf Tagesbasis bezahlt.

German Open 2007: Live ist was anderes

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Wenn ich nicht angeboten hätte bei den German Open 2007 (oder Paul Hunter Classic oder Paul Hunter Classics) die Internet-Liveberichterstattung zu übernehmen, dann hätte ich keinen Grund mich aufzuregen.

So kann ich nur meine Kritik von Jahr zu Jahr wiederholen: Für nicht-anwesende ist es beinahe unmöglich per Internet nah am Geschehen zu sein. Auf der offiziellen Webseite: Nichts. Auf Snookermania.de sind immerhin die Qualifikationsergebnisse erfasst. Allerdings in einem schlechten Format (PDF), welches man immer wieder neu herunter laden muss um nachzuschauen, ob sich was geändert hat.

Das ist einfach schade, denn es verprellt einfach die Fans, die es nicht nach Fürth schaffen. Da helfen auch sechs Photos nicht.

Jetzt darf gerne wieder das Argument gennant werden, dass ein Reibungsloser Turnierablauf für die Spieler die wichtigste Sache ist. Das ist zweifellos richtig, und ich hab da auch überhaupt keinen Zweifel, dass das Orgateam das wieder perfekt hinbekommt. Und ich bitte trotzdem darum: Nächstes Jahr bitte mit einer gescheiten Live-Berichterstattung. Das was auf Snookermania läuft ist es einfach nicht. Danke.

Termine für die Frauenwettbewerbe stehen fest

Frauen-Weltmeisterin Reanne Evans kann sich auf die neue Saison freuen, hat sie doch fünf von sechs Veranstaltungen der letzten Saison gewonnen.

Zum ersten Mal gibt es ein Masters der Frauen in dem die vier Besten der Weltrangliste auf vier Wildcard-Spieler treffen

15. September: Ladies Masters, North East Derbyshire Snooker Centre

16. September: UK Championship, North East Derbyshire Snooker Centre

6. Oktober: East Anglian Championship, Cambridge Snooker Centre

7. Oktober: Cuefactor Handicap, Cambridge Snooker Centre

10. November: British Open, Veranstaltungsort steht nicht fest

2. Februar: South Coast Classic, Q Ball Snooker Club, 126 Seaside, Eastbourne

1. März: Connie Gough National Championship, Rileys Snooker Club, Leagrave Road, Luton

29. März – 3. April: World Championship

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